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Troubles de l’alimentation et diabète de type 1

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Essstörungen und Typ 1 Diabetes

Essstörungen sind bei Menschen mit Typ-1-Diabetes besorgniserregend häufig - Schätzungen zufolge leidet fast jeder Dritte (bis zu 30%) mit Typ-1-Diabetes an einer Essstörung [1, 2]. 

In diesem Artikel befassen wir uns mit den Ursachen von Essstörungen bei Typ-1-Diabetes, den Auswirkungen auf die Blutzuckereinstellung und der allgemeinen Gesundheit sowie mit der Frage, wo Sie bei Bedarf Hilfe und Behandlung erhalten. 

Überschneidung von Typ-1-Diabetes und Essstörungen

Die Diagnose Typ-1-Diabetes kann die Art und Weise verändern, wie man über Mahlzeiten und das Verhältnis zum Essen denkt [3].

Schätzungen zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes eine Essstörung oder ein gestörtes Essverhalten aufweisen, doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung [1, 2]. 

Zwar treten sie bei Frauen häufiger auf, doch können Essstörungen bei Typ-1-Diabetes beide Geschlechter betreffen [1]. Es gibt kaum Daten über die Prävalenz von Essstörungen bei Männern und Jungen mit Typ-1-Diabetes [1, 3]. In einer Studie wurde jedoch bei fast 16% der Männer unter 21 mit Typ-1-Diabetes ein gestörtes Essverhalten festgestellt [4].

Warum sind Essstörungen bei Menschen mit Diabetes so häufig?

Es gibt viele Gründe für ein gestörtes Essverhalten bei Diabetes [2]. Die meisten haben mit den besonderen Herausforderungen des Typ-1-Diabetes zu tun; Essstörungen sind häufig die Folge des starken Drucks, den ein Leben mit Diabetes mit sich bringt [2, 3]:

  • Ständiger Fokus auf Lebensmittelqualität und Nährstoffe
  • Ständiges Achten auf Kohlenhydrate und Kalorien in Lebensmitteln
  • Bei regelmässigen Diabetesuntersuchungen auf das Gewicht achten
  • Behandlung von Hypoglykämie (Unterzuckerung) durch Essen, auch wenn man keinen Hunger hat, was zu einer Gewichtszunahme führen kann, die wiederum Schuldgefühle hervorruft 
  • Schamgefühle wegen der Schwierigkeit, mit Diabetes umzugehen oder ein Zielgewicht zu halten
  • Gewichtszunahme als Nebenwirkung der Insulinbehandlung
  • Angst vor Hypoglykämie, die zu übermässigem Essen führen kann 
  • Intensive Kontrolle durch Familie, Freunde oder soziale Medien in Bezug auf den Umgang mit Diabetes und darauf, was gegessen werden darf und was nicht 
  • Negatives Körperbild und unrealistische Schönheitserwartungen, die durch die Gesellschaft verstärkt werden [3]
  • Der Versuch, „perfekt“ zu sein, wenn es darum geht, optimale Blutzuckerziele zu erreichen [5]
  • Diabetes-Distress und andere Diabetes-bedingte psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände
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"Diabulimie" - ein Überblick

"Diabulimie" ist ein nichtmedizinischer Begriff, der eine Essstörung bei Menschen mit Typ-1-Diabetes beschreibt [2, 3]. In den letzten Jahren ist der Begriff durch die genauere Formulierung „Typ-1-Diabetes und Essstörung“ oder T1DE ersetzt worden [2]. 

Manche Menschen mit T1D reduzieren bewusst ihre Insulindosis, um Gewicht zu verlieren [1]. Eine Reduzierung des Insulins, mit dem Typ-1-Diabetes behandelt werden soll, kann jedoch zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führen (Hyperglykämie) [1]. 

Wenn dem Körper nicht genügend Insulin zur Verfügung steht, um den überschüssigen Blutzucker abzubauen und zur Energiegewinnung zu nutzen, verwendet er stattdessen Fett (ein Stoffwechselzustand, der als Ketose bezeichnet wird) [3]. Dies führt zu einem Gewichtsverlust, kann aber auch zu einer ernsten Erkrankung, der diabetischen Ketoazidose (DKA), führen [1, 3]. DKA ist ein medizinischer Notfall, der unbehandelt zum Koma oder sogar zum Tod führen kann [3].

Nach Angaben der American Diabetes Association (ADA) schränkt ein Drittel der Frauen mit Typ-1-Diabetes die Insulineinnahme ein, um Gewicht zu verlieren [1]. Bei Frauen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren ist der Anteil noch höher [1].

Diabetes und andere Essstörungen

Nicht alle Essstörungen bei Diabetes hängen mit der Einschränkung oder dem Weglassen von Insulin zusammen [3]. Menschen mit Typ-1-Diabetes können genau wie Menschen ohne Diabetes andere Arten von Essstörungen entwickeln [1, 3]. 

Dazu gehören:

  • Anorexie (oder Anorexia nervosa). Diese zeichnet sich durch eine gestörte Wahrnehmung des eigenen Körpers und Angst vor Übergewicht aus [1]. Die Betroffenen verweigern die Aufnahme von Nahrung, indem sie nicht essen, erbrechen, abführen oder exzessiv Sport treiben [1, 3]. 

 

  • Bulimie (oder Bulimia nervosa). Menschen mit Bulimie haben Essanfälle mit unkontrollierter Nahrungsaufnahme (d.h. sie essen grosse Mengen an Nahrungsmitteln sehr schnell), auch bekannt als Binge-Eating. Danach werden sogenannte gegenregulatorische Massnahmen ergriffen (selbstinduziertes Erbrechen oder Einnahme von Abführmitteln) in einem sich wiederholenden Zyklus [1]. 

 

  • Binge-Eating-Störung (ausser Kontrolle geratenes Essverhalten). In diesem Zustand essen die Betroffenen zwanghaft über das Sättigungsgefühl hinaus [1]. Obwohl nach einem Binge-Eating-Anfall keine Gegenmassnahmen folgen, empfinden die Betroffenen danach häufig Schuld- und Schamgefühle [1]. 

 

  • Nicht näher bezeichnete Essstörungen (EDNOS). Unter diesen Begriff fällt gestörtes Essverhalten, das nicht in die oben genannten Kategorien fällt [1]. Auch dieser Zustand ist jedoch schwerwiegend [1]. Menschen mit EDNOS können einige Merkmale von Anorexie oder Bulimie aufweisen, aber nicht alle, oder sie haben unregelmässige Essanfälle, z.B. wenn sie gestresst sind [1]. 

Die Prävalenz dieser Störungen kann variieren. Laut ADA ist Bulimie beispielsweise die häufigste Essstörung bei Frauen mit Typ-1-Diabetes, während Binge-Eating eher bei Frauen mit Typ-2-Diabetes vorkommt [1].

Auswirkungen von Essstörungen auf Ihre Gesundheit

Essstörungen sind mit schwerwiegenden medizinischen Risiken verbunden und belasten die Organe des Körpers [4].

Bei Typ-1-Diabetes führen Essstörungen zu einer schlechten Blutzuckereinstellung, was zu einer Vielzahl von Komplikationen und Gesundheitsrisiken führt [4]. Wie bereits erwähnt, kann ein hoher Blutzuckerspiegel aufgrund einer Insulinrestriktion zu einer DKA führen, die ernste gesundheitliche Probleme verursachen kann [3]. Auf lange Sicht kann das häufige Vorhandensein von Ketonen im Körper eine Reihe von langfristigen Gesundheitsproblemen verursachen [4].

Weitere langfristige Auswirkungen von Essstörungen bei Typ-1-Diabetes können sein:

  • Gastroparese, bei der die Nahrung nicht schnell genug vom Magen in den Dünndarm gelangt [5]
  • Komplikationen, die kleinere Blutgefässe betreffen, wie Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie [4]. Diese Diabetes-Komplikationen beginnen bei Menschen mit Essstörungen bereits in einem viel jüngeren Alter [4]. 
  • Höheres Risiko eines vorzeitigen Todes [4]

Erkennen von Essstörungen: Symptome und Warnzeichen

Wir konnten bereits feststellen, dass Essstörungen schwerwiegend und sogar lebensbedrohlich sein können 3]. 

Das Erkennen der Anzeichen und Symptome einer Essstörung ist entscheidend, um sich so schnell wie möglich behandeln zu lassen und die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden zu erhalten [3]. Auch für Familienmitglieder oder Freunde, die sich Sorgen um ihre Angehörigen machen, ist es von Vorteil, wenn sie die Warnzeichen kennen. 

Mögliche Warnzeichen für Essstörungen [1]: 

  • Ein unerklärlicher Anstieg des Blutzuckerspiegels, der sich aus den Ergebnissen des A1C-Tests ergibt
  • Wiederkehrende, unerklärliche Episoden einer diabetischen Ketoazidose
  • Übermässige Beschäftigung mit dem eigenen Körperbild oder der Körpergrösse
  • Exzessive körperliche Betätigung und wiederholtes Auftreten von trainingsbedingter Hypoglykämie
  • Essen von sehr kalorienarmen Mahlzeiten
  • Ausbleiben der Regelblutung oder gar keine Regelblutung

Weitere Symptome und Verhaltensweisen, die auf eine Essstörung hindeuten können [5]:

  • Strenge Einschränkung der Lebensmittel, die sich am stärksten auf den Blutzuckerspiegel auswirken, wie Kohlenhydrate
  • Binge-Eating und Purging 
  • Keine Insulineinnahme oder Vernachlässigung der Diabetesversorgung
  • Sehr niedriges Körpergewicht 
  • Zwanghaftes Kontrollieren des Blutzuckerspiegels (z.B. 15 Mal am Tag)

Aus psychologischer Sicht erleben Menschen mit Essstörungen auch [5]:

  • Schuld- und Schamgefühle wegen ihrer Essstörung
  • Perfektionismus in Bezug auf den Blutzuckerspiegel (z.B. nie einen bestimmten Wert überschreiten zu wollen)
  • Der Glaube, dass weniger Insulin besser ist oder dass Insulin dick macht

Wenn Ihnen etwas davon bekannt vorkommt und Sie das Gefühl haben, dass Sie mit dem Essen zu kämpfen haben, ist es an der Zeit, Hilfe zu holen [3]. Frühzeitige Hilfe ist der Schlüssel für Ihre kurz- und langfristige Gesundheit und Ihr Wohlbefinden [3].

Hilfe bei Essstörungen suchen

Wenn Sie oder ein Ihnen nahestehender Mensch unter Essstörungen leiden, kann es hilfreich sein, sich an Ihr Diabetesteam zu wenden [3]. 

Die Behandlung ist wahrscheinlich fachübergreifend, d.h. sie nimmt die Hilfe mehrerer Fachleute in Anspruch, einschliesslich eines Spezialisten für seelische Gesundheit, eines Endokrinologen und eines Ernährungswissenschaftlers [3, 5].

Denken Sie daran, dass Ihr Gesundheitsteam nicht über Sie urteilt, sondern Sie unterstützen und Ihnen helfen soll [5]. Seine Aufgabe ist es, ein vertrauensvolles und unterstützendes Umfeld für Sie zu schaffen, damit Sie die ersten Schritte zur Genesung unternehmen können [5]. 

Ein Spezialist für seelische Gesundheit, der Erfahrung mit Diabetes hat, kann helfen, Essstörungen zu bekämpfen [3]. Fragen Sie Ihr Betreuungsteam um Rat. Eine kurze Internetsuche nach „Essstörungen“ zeigt Ihnen ausserdem spezialisierte Wohlfahrtsverbände und Beratungsstellen in Ihrer Nähe an.

Die Herausforderungen eines Lebens mit Diabetes mit Selbstkontrolle des Essverhaltens, Gewichtskontrolle, Zählen von Kohlenhydraten und ungebetene Ratschläge von Verwandten oder Fremden können manchmal zu viel werden [2, 3]. Bei manchen kann dieser Druck zu Essstörungen führen [1, 2]. Wenn Sie oder ein Ihnen nahestehender Mensch mit einer Essstörung zu kämpfen haben, wenden Sie sich an Ihr Betreuungsteam. Eine frühzeitige Behandlung kann Komplikationen verringern und die Gesundheit erhalten [4].

Sources

  1. American Diabetes Association (ADA), Types of Eating Disorders. Consulté le 24/08/2023. Disponible à l’adresse : https://diabetes.org/healthy-living/mental-health/eating-disorders
  2. Partridge, Helen, Carla Figueiredo, Lindsey Rouse, Caroline Cross, Claire Pinder, Jacqueline Ryder, Michelle Bennett, and Nicola Stacey. "Type 1 Diabetes and Disordered Eating (T1DE): The ComPASSION Project – Wessex." Practical Diabetes 37, no. 4 (2020): 127-132. https://doi.org/10.1002/pdi.2286
  3. Juvenile Diabetes Research Foundation (JDRF), Type 1 Diabetes and Eating Disorders. Consulté le 24/08/2023. Disponible à l’adresse : www.jdrf.org/t1d-resources/living-with-t1d/food-and-diet/eating-disorders/
  4. Hanlan ME, Griffith J, Patel N, Jaser SS. Eating Disorders and Disordered Eating in Type 1 Diabetes: Prevalence, Screening, and Treatment Options [published online ahead of print, 2013 Sep 12]. Curr Diab Rep. 2013;10.1007/s11892-013-0418-4. doi:10.1007/s11892-013-0418-4, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4002640/
  5. Ann E. Goebel-Fabbri, Nadine Uplinger, Stephanie Gerken, Deborah Mangham, Amy Criego, Christopher Parkin; Outpatient Management of Eating Disorders in Type 1 Diabetes. Diabetes Spectr 1 January 2009; 22 (3): 147-152. https://doi.org/10.2337/diaspect.22.3.147

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